Warum unser Stromnetz ohne Ortsnetzstationen nicht funktionieren würde

Eine zuverlässige Energieversorgung braucht weit mehr als nur Stromleitungen. Damit elektrische Energie sicher über große Distanzen transportiert wird und schließlich bei uns zu Hause ankommt, besteht das deutsche Stromnetz aus einer Vielzahl von Komponenten.
 
Ein entscheidendes Bindeglied dabei sind Ortsnetzstationen – die unscheinbaren Gebäude oder Kästen, die man beispielsweise vielerorts am Straßenrand findet. Sie kommen in unterschiedlichen Bauweisen, Größen und Farben vor und sorgen dafür, dass die Mittelspannung in Niederspannung umgewandelt wird. Zudem überwachen und schützen sie das Netz, regulieren den Stromfluss und verhindern Überlastungen.
 
Das klingt zwar simpel, erfordert jedoch verschiedenste Komponenten:
• Transformatoren, die Mittelspannung in Niederspannung umwandeln
• Schaltanlagen, die flexible Umschaltungen im Mittelspannungsnetz ermöglichen
• Mittel- und Niederspannungskabel, die zur Versorgung lokaler Netze dienen
• Sicherungen, die Fehler erkennen und das Netz zuverlässig schützen

Mit der fortschreitenden Digitalisierung haben sich herkömmliche Ortsnetzstationen zu digitalen Ortsnetzstationen weiterentwickelt. Der Einsatz von moderner Fernwirktechnik und Sensorik macht fernsteuerbare Netzumschaltungen möglich. Störungen können so deutlich schneller und effektiver behoben werden. Zudem können digitale Ortsnetzstationen Netzparameter in Echtzeit überwachen und ermöglichen eine datenbasierte Instandhaltung der Netze.
 
Digitale Ortsnetzstationen machen unser Stromnetz smarter, effizienter und störungsresistenter. Sie sind ein wichtiger Baustein für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.